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Rechtslage & Urteile

Anonyme Bewertungen löschen: Welche Ansprueche bestehen?

Anonymitaet schuetzt nicht vor Löschung. Welche rechtlichen Hebel gegen anonyme Bewertungen wirklich greifen.

8. Jun. 2026·2 Min Lesezeit
Anonyme Bewertungen löschen: Welche Ansprueche bestehen?

Anonyme Bewertungen bilden den Standardfall — und genau hier setzt die deutsche Rechtsprechung an: Bewertungsplattformen treffen besondere Pruefpflichten, wenn die tatsächliche Bewertungsgrundlage substantiiert bestritten wird.

Was die BGH-Rechtsprechung verlangt

Beim BGH gefestigt: Beanstandet der Bewertete substantiiert das Bestehen eines Kundenkontakts, muss die Plattform den Bewertenden zur Stellungnahme auffordern und die Bewertungsgrundlage prüfen.

Bleibt der Beleg aus, ist die Bewertung zu löschen — auch wenn der Inhalt formal von der Meinungsfreiheit gedeckt waere.

Praktische Anforderungen an die Beanstandung

Eine pauschale Beanstandung ("war nie Kunde") genuegt nicht. Die Plattform verlangt konkrete Anhaltspunkte: Welche internen Datenbanken wurden geprüft? Welche Bewertungsmerkmale (Datum, Leistung, Standort) passen nicht?

Je konkreter die Beanstandung, desto wahrscheinlicher die Prüfung — und desto wahrscheinlicher die Löschung bei ausbleibender Substantiierung durch den Bewertenden.

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