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Anwaltsbewertungen: Wann sind sie rechtswidrig?

Auch Anwaelte werden online bewertet — und Verschwiegenheitspflicht macht die Antwort heikel. Was rechtlich gilt.

22. Jun. 2026·2 Min Lesezeit
Anwaltsbewertungen: Wann sind sie rechtswidrig?

Bewertungen gegen Anwaelte sind besonders heikel: Die Verschwiegenheitspflicht (§ 43a BRAO) verbietet jede Mandanten-Bezugnahme — auch zur Verteidigung. Das schraenkt die öffentliche Antwort stark ein.

Löschungs-Trigger bei Anwaltsbewertungen

Unwahre Tatsachenbehauptungen über Mandats-Verlauf ("Hat den Prozess verloren" — wenn falsch), Beleidigungen, Schmähkritik und Bewertungen ohne Mandatsverhaeltnis sind klassische Löschungs-Fälle.

Besonders häufig: Bewertungen von Gegenparteien des Mandanten. Diese sind nach Plattform-Richtlinien meist unzulaessig, da der Bewertende nicht selbst Mandant war.

Antwortstrategie unter Verschwiegenheitspflicht

Da konkrete Mandats-Inhalte nicht erwaehnt werden duerfen, bleibt nur die abstrakte Antwort: "Bitte verstehen Sie, dass wir aus berufsrechtlichen Gruenden keine konkreten Mandate kommentieren können."

Bei klar rechtswidrigen Bewertungen ist die parallele Löschungs-Beanstandung der effektivere Weg — keine öffentliche Eskalation, aber kontinuierliche rechtliche Bearbeitung.

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